So allmählich wird es ernst. Meine Frau ist mittlerweile in der 35. Schwangerschaftswoche angekommen und der errechnete Geburtstermin rückt näher. Glücklicherweise ist die Schwangerschaft bislang sehr entspannt und komplikationsfrei verlaufen, Catharina selbst spricht sogar von einer „Traumschwangerschaft“. Langsam wird zwar Vieles etwas beschwerlicher für sie, aber das ist ja normal und wir können uns gar nicht beschweren.

Gerne hätte ich ein bisschen häufiger Tagebuch geschrieben während der letzten Monate, weil es einfach eine spannende Zeit mit vielen Veränderungen ist. Wir haben uns zuhauf mit Anträgen und Formalia rumgeschlagen. Haben einen Online-Geburtsvorbereitungskurs besucht. Und wir waren viel unterwegs und haben nach Ausstattung fürs Babyzimmer geschaut und nach nötigen und unnötigen Accessoires. Anziehsachen fürs Kind haben wir glücklicherweise ausnahmslos von Freunden und Verwandten geschenkt bekommen, fast ausschließlich aus zweiter Hand, was wir auch toll finden. Diese kleinen Kindersachen werden so kurz getragen, dass es der blanke Irrsinn ist, das alles neu zu kaufen.

Meine Frau hat selbst ein handschriftliches Schwangerschaftstagebuch geführt, in das sie während der letzten Monate immer wieder geschrieben hat. Ist auch eine schöne Vorstellung, das irgendwann später mal dem Kind zu zeigen, als Dokument unserer Vorfreude. Ich habe in jenes Tagebuch auch hineingeschrieben, damit auch die Stimme des Vaters nicht ganz zu kurz kommt dabei.

Im Juni waren wir nochmal für eine Woche auf Baltrum im Urlaub, was wirklich schön war. Es war ein gut gewählter Zeitpunkt, weil Catharina da noch ziemlich fit war und wir noch nahezu ungebremst über den Strand und durch die Dünen flanieren konnten. Und es war auch schön, mal wieder rauszukommen und woanders zu sein. Für mich war es mein erster Verreise-Urlaub seit 2018. Auf Baltrum haben wir uns dann auch endgültig auf einen Namen für unsere Tochter geeinigt. Eigentlich standen auch nur noch 2 Favoriten zur engeren Auswahl, aber zwischen diesen und auch bezüglich möglicher Schreibweisen gab es noch ein wenig Unklarheit. Aber jetzt wissen wir, wo die Reise namentlich hingeht.

Ein Problem gibt es allerdings doch noch, zur Zeit liegt die Kleine nämlich noch falsch herum im Bauch, also mit dem Allerwertesten Richtung Ausgang. Und das Zeitfenster, in dem zu erwarten steht, dass sie sich von selbst noch in die richtige Position dreht, schließt sich so langsam. Wir haben in knapp 2 Wochen einen Termin in der Geburtsklinik, wo dann nochmal geschaut werden soll, ob es Gründe dafür gibt, dass sie sich nicht dreht und ob man vielleicht eine äußere Wendung versuchen kann. Das soll allerdings nicht gerade angenehm sein und ist auch mit einem gewissen Risiko verbunden, dass es im Anschluss zur Kaiserschnitt-Geburt kommt, wenn dabei irgendwelche Komplikationen auftreten. Das wäre dann noch etwas mehr als drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. An sich kein Drama, aber irgendwie hätten wir es schon gerne noch bis in den Oktober geschafft bis zur Geburt.

Grundsätzlich ist wohl auch eine Geburt aus der Beckenendlage, also mit dem Popo voran, möglich, wobei man sich vorher eben genau anschauen muss, ob es irgendwelche Gründe gibt, die dagegen sprechen könnten. Und wir sind uns auch nicht ganz sicher, inwieweit man sich selbst, vor allem aber auch dem Kind damit einen Gefallen tut. Wir sind auf jeden Fall total für eine natürliche Geburt, aber wenn es am Ende so eine totale Kack-Aktion mit Not-Kaiserschnitt und anschließend intensiver Osteopathie fürs Kind wird, dann würden wir doch lieber den geplanten Kaiserschnitt nehmen. Klar, man kann so oder so nicht alles im Voraus planen, gerade nicht beim Thema Geburt, aber wir hoffen einfach mal, dass wir dazu eine kompetente Einschätzung in der Geburtsklinik bekommen. Hat von euch Leserinnen und Lesern hier jemand eigene Erfahrungen mit dieser Problematik?

Am Donnerstag haben Catharina und ich ein Babybauch-Fotoshooting gemacht, mittlerweile ist der Bauch ja auch wirklich schon ganz imposant geworden. Das hat Spaß gemacht und wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter und konnten schön die Abendstimmung einfangen.

Es liegt jetzt noch das Wasserzeichen der Fotografin drüber, weil es sich nur um die Vorab-Bilder handelt, die sie uns in eine Galerie hochgeladen hat.

Ich werde nach der Geburt für 3 Monate daheim bleiben und Elternzeit nehmen. Mein Chef war darüber nicht unendlich glücklich, weil die personelle Situation bei uns auf der Arbeit derzeit ohnehin etwas angespannt ist, aber ehrlich gesagt ist mir das gerade ziemlich egal. Neben der Tatsache, dass ich mich einfach auf die Zeit mit meiner Frau und dem Baby freue und die Beiden in dieser aufregenden ersten Zeit dann hoffentlich gut unterstützen, betüddeln und versorgen kann, bin ich auch einfach ganz froh, nochmal die Chance zu haben, für ein paar Monate bei der Arbeit raus zu kommen und Abstand zu gewinnen. Ich hoffe auch einfach, dass ich nach den drei Monaten Elternzeit dann einen ganz anderen Fokus auf das habe, was wirklich wichtig ist, und mich von den unverältnismäßigen Arbeitsmengen nicht mehr so stressen lasse.

Am Dienstag war ich im Bremer Lokalfernsehen zu sehen, in dem Regionalmagazin „buten un binnen“. Ich hatte dort an einer Online-Befragung zum Thema „Gesundheitssystem“ teilgenommen. Und nach der Auswertung dieser „Meinungsmelder“-Umfragen basteln die Macher immer einen kleinen Film zur Präsentation der Ergebnisse zusammen, in denen einer der „Meinungsmelder“ auch persönlich zu Wort kommt. Da meine abgegebene Meinung wohl ziemlich repräsentativ war für die Durchschnittsmeinung und ich selbst ja auch im Gesundheitssystem arbeite, fand die Redakteurin wohl, dass ich als Repräsentant da gut in Frage kommen würde. Sie hatte mich am Montag kontaktiert und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch vor der Kamera was dazu zu sagen, und am Dienstag kam dann eine Kamerateam von buten un binnen in meiner Mittagspause vorbei und wir drehten ein kleines Interview und ich musste 5-mal einen Weg rauf und runter laufen, damit man mich im Beitrag an- und abmoderieren konnte. Hat Spaß gemacht und auch insgesamt nur eine halbe Stunde gedauert.

https://www.butenunbinnen.de/videos/meinungsmelder-gesundheit-102.html

Unter dem Link kann man sich das Ergebnis ansehen.

So, heute muss noch Rasen gemäht werden und außerdem hat mein Papa Geburtstag, da werden wir wohl am Nachmittag wohl mal einen Abstecher hin machen und ein wenig Kuchen essen und feiern.

Euch allen ein schönes Wochenende. CU in Disneyland!

19 Gedanken zu “Was reimt sich auf Rindfleischsuppe?

  1. Jetzt schlag mich tot: Ich hätte wetten können, dass du das bist bei den Meinungsmeldern. Und dann hatte ich mir aber gesagt: „Der Ginger heißt doch irgendwie anders“. Wobei mir dein Name allerdings nicht einfiel. Deshalb hatte ich es dann doch wieder verworfen, dass du das bist.

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      1. Den Nachnamen hatte ich vorher noch nie gehört. Im Nachhinein glaube ich, du hattest auch noch nie deinen Vornamen genannt. Aber als der Name angezeigt wurde, da dachte ich, du hättest ihn mal genannt, aber es sei ein anderer gewesen, an den ich mich nur nicht mehr erinnern konnte.
        Da dacht ich nur: „Komisch. Der Mann sieht so ähnlich aus wie Ginger und hat auch noch den gleichen Beruf“. Aber es gibt ja auch immer wieder mal solche Zufälle.
        Aber jetzt heißt es „Willkommen im Club“ = ich kenne mehrere Leute, die schon mal bei buten un binnen aufgereten sind.

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  2. Das klingt ja alles richtig schön und freut mich sehr für euch, eine total spannende Zeit 🙂
    Zu der Problematik kann ich tatsächlich etwas aus eigener Erfahrung beisteuern… ich hatte diese Situation bei Siri, dem zweiten Kind, auch, habe alles probiert, damit sie sich dreht, mit der Hebamme gemoxt, die ganze Bude verräuchert und musste dann am nächsten Tag ins Kh zu meinem Arzt, der extern drehen wollte (das war in der 38. Woche). Auf der Hinfahrt hatte ich plötzlich totale Schmerzen und bei der Untersuchung war dann sofort klar, warum… Siri hatte sich auf der Fahrt gedreht! Mein Arzt, weißt du noch, der Koryphäen-Werwolf, meinte damals, das sei ein ganz häufiges Phänomen, so als spürte das Kind, was naht und dreht sich dann ganz kurz vorher doch noch von alleine… vielleicht hat das Moxen am Ende auch gewirkt, ich weiß es nicht, aber würde euch empfehlen, es einfach mal zu versuchen.
    Würde mich freuen, wenn es sich bei euch auch so in Wohlgefallen auflöst und ihr einer entspannten Geburt entgegensehen könnt… alles Gute von zora 🙂

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    1. Aus irgendeinem Grund war dein Kommentar bei mir im „Spam“-Ordner gelandet (wusste bislang gar nicht, dass es sowas hier bei WordPress gibt). Nach einigem Stöbern habe ich ihn aber doch noch entdeckt und „freigeschaltet“.
      Wir haben das auch schon von ein paar Müttern gehört, die in dieser Situation waren, dass sich das Kind in der Nacht vor der drohenden äußeren Wendung spontan doch noch selbst gedreht hat. Auf der Fahrt zur Klinik ist dann natürlich nochmal die Extrem-Variante davon. Wir hoffen einfach auch noch, dass es von selbst bzw. mit den kleinen Hilfestellungen, die man von außen noch so geben kann, funktioniert.
      Liebe Grüße!

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      1. Freut mich, dass du meinen Kommentar doch noch wiederfinden konntest, doppelt schreiben ist lästig, hätte ich jetzt aber natürlich trotzdem gemacht 😉
        Ich hoffe, es gibt bald gute Neuigkeiten von euch… viele Grüße noch mal 🙂

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  3. Ich war deutlich fetter, in beiden SWs. Die Magi – meine Schwiegertochter – hatte Beckenendlage, arbeitet doch bei dem Gyn, der sie entbunden hat und Taufpate war. Aber war halt KS, wenn sich das noch mal so abkürzt.
    Und jetzt muß ich vor Neid fast ordinär werden: Mein Gatte hätte nie daran gedacht, mich jemals zu betüddeln, er hätte darauf gesch… Nach der 2. bin ich direkt wieder heim, war ambulant, da gabs nur Knäcke für mich … 😳
    Waren Deine Eltern nochmal rauf zu Dir gezogen, weil Du da eben mal aufn Sprung zum Feiern hinkannst? Ò_ó

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    1. Das sind jetzt diese modernen neuen Ehemänner, da ist das alles anders. 😉
      Tatsächlich sind meine Eltern im August nach Bremen gezogen gekommen und wohnen jetzt nicht sehr weit von uns entfernt. Aber darüber muss ich nochmal einen eigenen Beitrag schreiben. Liebe Grüße! 🙂

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      1. Alles cool! Hey – danke! Ich drück die Däumchen, daß das Dreh-Manöver doch eine Umkehr bewirkt. Ich kenn das allerdings so, daß bei Erstgebärenden doch zumeist ein KS vorgenommen wird, logisch, der Gebärkanal hat noch keine Weitung erfahren können. Obwohl, heutzutage diese Damm-Massage – Donnerwetter, die soll es in sich haben.
        Ganz liebe Grüße zurück! 🙂
        PS. Weißt eh, wo 1983 die 2. entbunden wurde … 😉

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  4. Du hast dich nicht verändert 😉 Mit Schwangerschaften habe ich keine Erfahrung, aber ich würde davon ausgehen, dass ein Kaiserschnitt das Mittel der Wahl ist, wenn sie sich nicht noch dreht. Alles andere wäre mir wohl zu risikoreich. Eine gute Entscheidung, die dreimonatige Auszeit. Ich glaube auch, dass gerade die ersten Wochen und Monate sehr wichtig für Eltern und Kind sind. Liebe Grüße

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      1. Witzig: Während ich mir immer überlege, wie ich den Inhalt eines langen Textes in drei Worten ausdrücken kann, brütest du darüber, wie du beschreibst, was NICHT in deinem Eintrag vorkommt.

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  5. Sag mal… ist mein Kommentar von gestern irgendwo bei dir angekommen? Taucht hier leider nicht auf; wäre blöd, hatte nämlich wirklich viel geschrieben 😉 lg zora

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  6. Bei mir war es seinerzeit auch eine Beckenendlage. Das Baby hatte sich zum Ende der Schwangerschaft noch einmal gedreht, leider in die falsche Postition und so bliebe es dann auch. Die Schwangerschaft war bereits zu weit fortgeschritten. Eine äußerliche Wendung schien mir zu kompliziert bzw risikobehaftet, ebenso eine natürliche Geburt in dieser Position. So wurde es am Ende ein Kaiserschnitt. Man ist nach einem solchen Bauchschnitt nicht so schnell wieder auf den Beinen, wie bei einer natürlichen Geburt, aber ich fands ok. Wichtig war mir, das Risiko fürs Kind gering zu halten. Ganz liebe Grüße und alles Gute für Euch 3. PS: Sternenschnuppe

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